Glossar

Erläuterung der Begriffe aus der Pflanzenfärberei

AL-O Kaltbeize
- eine Beize, welche ohne Wärmezufuhr auf die Faser wirkt.

Beize
- meistens eine wässrige Flüssigkeit, in der die Fasern unter Wärmezufuhr gebeizt werden.

Beizenfarbstoff
- ein Farbstoff, welcher nicht von alleine dauerhaft auf das Material aufziehen kann. Diese Farbstoffe benötigen eine Vorbehandlung (Beize) des Färbeguts.

Beizgut
- das zu beizende Material.

Beizflotte
- siehe Beize

Beizmittel
- ein Zusatzmittel zur Flotte, welches es dem Farbstoff ermöglicht haltbar auf die Faser aufzuziehen.

Beizstoff
- siehe Beizmittel

Dämpfen
- ein Verfahren, welches dazu dient der Faser eine bestimmte Eigenschaft zu verleihen oder eine Vorbehandlung zu intensivieren. Die Faser wird dazu in einem Wasserdampfbad ausgehangen. 

Direktbeize
- eine Färbung, bei der die Fasern vorher nicht gebeizt werden, aber dafür der Beizstoff direkt der Färbeflotte zugegeben wird.

Direktfärbung
- eine Färbung, bei der das Färbegut ungebeizt gefärbt wird.

Direktfarbstoff
- ein Farbstoff, welcher ohne Vorbehandlung des Färbeguts auf das Material aufzieht.

Färbeflotte
- meistens eine wässrige Flüssigkeit, in der Texttilien gefärbt werden.

Färbegut
- das zu färbende Material.

Färbepflanze
- eine bestimmte Pflanze, oder deren Teile, welche sich aufgrund ihres Farbstoffgehaltes dazu eignet Materialien zu einzufärben. Zwar enthält jede Pflanze Farbstoffe, meistens aber nicht in ausreichender Konzentration.

Färbetopf
- ein meist großvolumiges Gefäss, in dem die eigentliche Beizung oder Färbung meistens unter Wärmezufuhr durchgeführt wird. Oftmals wird dieses Gefäss auch dazu genutzt, den Farbstoff durch Wärmezufuhr aus der Färbepflanze zu extrahieren.

Farbpigment
- ein in Flüssigkeiten unlöslicher Substanz, welche sich dazu eignet Materialien zu einzufärben.

Farbstoff
- eine (oder mehrere) aus den Färbepflanzen gewonnene, in Flüssigkeiten lösliche Substanz, welche sich dazu eignet Materialien zu färben.

Farbstoffextrakt
- ein Farbstoff, welcher in reiner Form vorliegt. Der Farbstoff wurde bereits aus den Pflanzenteilen durch chemisch-physikalische Vorgänge ausgelöst. Dieser Farbstoff wird einfach in Wasser aufgelöst und ist sofort einsatzbereit. Die Faser wird wie gewohnt vorbereitet (gewaschen, gebeizt...)

Flotte
- meistens eine wässrige Flüssigkeit, in der Textilien gewaschen, gefärbt oder gebeizt werden.

Flotteneimer
- ein Behelfsgefäss, in dem Flotten, Färbegüter oder Beizgüter vorbereitet werden können.

Kaltbeize
- siehe AL-O Kaltbeize

Kontaktfärbung
- eine Färbemethode, bei der die Färbedroge direkten Kontakt zum Färbegut hat.

Küpenfarbstoff
- ein Farbstoff, welcher in der Pflanze als Vorstufe zum Farbstoff enthalten ist. Erst durch eine sog. Verküpung kann der Farbstoff auf das zu färbende Material aufziehen.

Lichtechtheit
- die Lichtechtheit beschreibt die Beständigkeit einer Farbe trotz Einwirkung von UV-Strahlen / Tageslicht.

Nassechtheit
- die Nassechtheit beschreibt die Beständigkeit einer Färbung trotz Waschbehandlung. Die Nassechtheit wird auch Waschechtheit genannt.

Reibechtheit
- die Reibechtheit beschreibt die Beständigkeit einer Färbung gegen den oberflächlichen mechanischen Abrieb.

Schweissechtheit
- die Schweissechtheit beschreibt die Beständigkeit einer Färbung gegen Schweissausdünstungen sowohl im sauren wie auch alkalischen Bereich.

Solarfärbung
- eine Färbemethode, bei der die Färbung in einem verschlossenem gläsernem Behälter durchgeführt wird. Durch die Sonneneinwirkung wird die nötige Wärme erzeugt.

Sonnenfärbung
- siehe Solarfärbung

Stufenfärbung
- eine Färbemethode, bei der die Färbung in mehreren Stufen durchgeführt wird. Nach einer gewissen Färbedauer wird dazu das Färbegut der Flotte entnommen und für eine bestummte Zeit dem Luftsauerstoff ausgesetzt. Anschliessend wird das Färbegut wieder in die Flotte gegeben und die Färbung fortgesetzt.

Waschechtheit
- siehe Nassechtheit

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