Samstag, 7. Mai 2016

Holzbeizen auf Basis pflanzlicher Farbstoffe herstellen - Herstellung



graue Beize auf Basis von Galläpfeln, Wasser und Eisen(II)-Sulfat
graue Beize
100g Gallapfelpulver eine halbe Stunde in 1L Wasser kochen, anschließend abseihen und abkühlen lassen.
Das Holz für 3-4 Stunden in diesem Bad untertauchen.
10g Eisen(II)-Sulfat in 0,6L kaltem Wasser auflösen.
Das Holz in diesem 2. Bad für ca. 1 Stunde untertauchen.




braune Beize auf Basis von Walnussschalen und Wasser







braune Beize
100g getrocknete Walnusschalen eine halbe Stunde in 1L Wasser kochen, anschließend abseihen und abkühlen lassen.
Das Holz mit dieser Beize streichen. Um die Farbintensität zu erhöhen kann das Holz nach einer Trockenzeit erneut gebeizt werden.

gelbe Beize auf Basis von Kurkumawurzel und Aceton








gelbe Beize
60g Kurkumawurzelpulver in 0,5L reinem Alkohol (z.B. Aceton, Ethanol oder Isopropanol) 24 Stunden einweichen, anschließend abseihen.
Das Holz mit dieser Beize streichen.





orange Beize auf Basis von Annattosaat und Aceton






orange Beize
100g Annattosaatpulver in 0,5L reinem Alkohol (z.B. Aceton
, Ethanol oder Isopropanol) 24 Stunden einweichen, anschließend abseihen.
Das Holz mit dieser Beize streichen.
 








violette Beize auf Basis von Alakannawurzel und Aceton


violette Beize
75g getrocknete Alkannawurzel in 0,5L reinem Alkohol (z.B. Aceton
, Ethanol oder Isopropanol) 24 Stunden einweichen, anschließend abseihen.
Das Holz mit dieser Beize streichen.
 













für alle oben aufgeführten Beizen:
Gebeiztes Holz trocknen lassen.
150g Kaliumaluminiumsulfat in 1L Wasser auflösen. Mit dieser gesättigten Lösung das gebeizte Holz abbürsten, trocknen lassen.
Nach der Trocknung kann das Holz geölt oder gewachst werden.



farbiges Beizen
Stefan

Holzbeizen auf Basis pflanzlicher Farbstoffe herstellen - Vorwort

Nach langer Zeit will ich nun mal wieder ein paar Tipps zum Arbeiten mit pflanzlichen Farbstoffen geben.

Diesmal möchte ich zeigen wie einfach es sein kann farbige Holzbeizen herzustellen.

v.l.n.r.: Walnussschale, Galläpfel, Annattosaat, Kurkumawurzel, Alkannawurzel
Zur Veranschaulichung nenne ich nur ein paar Beispiele. Natürlich kann man mit weiteren Pflanzen genauso gut Holzbeizen herstellen.
Das Prinzip der Herstellung unterscheidet sich dabei nicht. Man muss lediglich unterscheiden in welchem Medium der Farbstoff gelöst wird.









Zu nennen wären z.B. noch:
Krappwurzel, Rotholz (Brasilinextraxt) und Koschenille für rote bis violette Beizen
Gelbholz und Birkenblätter für gelbe Beizen
Blauholz mit Annattosaat für braune Beizen

Die Farbstoffe aus den oben genannten Pflanzenteilen werden alle mit Wasser ausgelöst.

Auf blaue und grüne Beizen gehe ich auf Grund von schlechten Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeiten nicht weiter ein.


Stefan