Samstag, 8. November 2014

Färbungen mit Hilfe der Zinnbeize

Färbungen mit Hilfe der Zinnbeize

In den meisten Fällen werden die Fasern mit Hilfe von Metallbeizen zur Färbung vorbereitet. Die wohl bekannteste Beize ist die Alaunbeize (eine Beize auf Basis von Aluminium), gefolgt von Weinstein (auf Basis von Calcium), Eisen(II)-Sulfat (eine Eisenbeize), bis hin zu Zink- und Zinnbeizen.

Dabei spielen die Beizen eine große Rolle was das Färbeergebnis betrifft. Die erzielten Farben können sehr stark variieren. So z.B. wie bei der Weiterentwicklung durch Eisen(II)-Sulfat. Das eigentliche Färbeergebnis einer Birkenblätterfärbung auf Alaun ist gelb. Entwickelt man diese Färbung mit Hilfe von Eisen(II)-Sulfat weiter, bekommt man ein grünes Ergebnis.

Nicht ganz so extrem fällt das Ergebnis bei Zinnbeizen im Gegensatz zu Alaunbeizen aus, aber man erhält schöne klare und kräftige Farben. So bekommt man bei einer Krappwurzelfärbung statt eines roten Ergebnis auf einer Alaunbeize ein oranges, mit Klatschmohnblüten ein grünes und mit Reseda ein leuchtend gelbes Ergebnis.
Um eine Zinnbeize herzustellen wird meistens Zinn(II)-Chlorid benutzt. Zinnchlorid neigt aber dazu im Wasser auszufällen und dieses zu trüben. Deshalb wird das Beizbad sauer eingestellt, welches mit Hilfe von Weinstein und Oxalsäure geschieht.
Aus diesem Grund wird dem Beizbad in den folgenden Beispielen immer Weinstein und Oxalsäure beigegeben.

Alle drei Färbeergebnisse auf einem Haufen.
Anmerkung: Zinn(II)-Chlorid ist ein starkes Bleichmittel! Deshalb ist das Tragen von Handschuhen, Schutzbrille und alter Kleidung anzuraten.

Ich wünsche viel Spaß beim Nachfärben und viel Freude am Ergebnis.


Stefan

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